Was Selfcare für mich ist
Selbstfürsorge ist ein achtsamer Umgang mit sich selbst. Selfcare ist für mich leise, subtil und achtsam. Auf die innere Stimme zu lauschen - das ist das Allerwichtigste! Dem daraus folgendem inneren und wahrhaftigen Wunsch nachzugehen. Es geht oft um die essenziellen Dinge im Leben: Ruhe, Stille, Wärme, Zeit, Genuss, Berührung, Licht, frische Luft und die Natur.
Mir fallen dazu ganz viele Möglichkeiten ein. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass ich Abwechslung brauche. Für mich ist eine tägliche To-do-Selfcare-Liste nicht das richtige. Denn das wäre ein Zwang für mich, der der Selbstfürsorge zuwider laufen würde. Ich weiß schon, dass gute Verhaltensweisen durch eine regelmäßige Wiederholung gefestigt werden. Was ich festigen möchte, ist eine tägliche Zeitinsel.
Freie Entscheidungen
Ich möchte frei entscheiden, wonach mir gerade ist. Da kann es sein, dass ich mir Zeit freischaufle für das Skifahren. Da kann es sein, dass ich mich mit einem „Podcast im Ohr“ zurückziehe. Da kann es sein, dass ich ein besonderes, aber einfaches Abendessen zaubere. Da kann es sein, dass ich meinem Human Design folge - ich bin manifestierender Generator - und im letzten Moment eine Verabredung höflich absage. Damit es nicht so weit kommt, lasse ich mir Zeit, wem oder was ich meine Zusage gebe.
Der gleichlautende Blog von Rani Gindl hat mich zu meinem Text inspiriert!
Wir verlinken uns gegenseitig, um noch mehr Aufmerksamkeit auf das Thema der Selbstfürsorge zu bringen.
Hier findest du ihren Blog dazu:
https://www.rani-yoga.at/blogparade-selfcare/
Endentspannung im Yoga
Ich denke, dass in meiner wöchentlichen Yogastunde meine Schülerinnen ihrerseits Selbstcarrying Zeit einholen. Gemeinsam mit der Gruppe fällt es auch mir viel leichter in den „Geist des Yogas“ einzutauchen und die passenden Übungen anzuleiten.
Die Endentspannung ist dann die Kirsche auf der Torte. Die Position der Endentspannung ist auch ein Signal an das Nervensystem herunterzufahren und jegliche Anspannungen loszulassen. In dieser Haltung liegen wir nämlich ganz gerade am Rücken auf einer dünnen Yogamatte. Die Rückseite des Körpers bekommt also einen taktilen Reiz einer gewissen harten Unterlage.
Die Fußspitzen fallen nach außen und dadurch entspannen sich die Fußgelenke, Knie, Hüftgelenke und der Leistenbereich. Auch das ist ein Signal für das Nervensystem in einen ruhigeren Modus umzuschalten. Die Arme liegen neben dem Körper mit den geöffneten Handflächen, die nach oben zeigen. Auch diese Haltung signalisiert dem Körper „Hier bin ich sicher, hier kann ich mich entspannen.“.
Wenn ich meine Schülerinnen aus Savasana, das ist der Yogafachbegriff für die Endentspannung, zurückhole, sehe ich immer entspannte und strahlende Gesichter. Das macht mich einfach froh!
Auf YouTube findest du eine von mir angeleitete Endentspannung mit dem Thema Chakrenblüten.
Mache es dir bequem und lausche meiner Stimme!
Weitere Meditationen mit mir gibt es auf Soundwise, das ist eine kostenlose Audio-App.
Das ist der Link zu Meditationen mit Waltraud.
Weitere Ideen sortiere ich nach folgenden Themen:
Ruhe und Stille
Wärme
Zeit
Genuss
Berührung
Licht und frische Luft
Natur
Ruhe und Stille:
Setze dich bequem hin. Reibe deine Handflächen bis sie sehr warm sind. Lege deine Handflächen behutsam auf deine Augen. Genieße die Dunkelheit. Atme. Diese Übung heißt auch Palming.
Wärme:
Hol dir eine Wärmeflasche und fülle sie mit heißem Wasser. Tipp meiner Eltern: drücke vor dem Schließen die restliche Luft heraus, denn so ist sie sicher verschlossen. Vielleicht hat deine Wärmeflasche einen kuscheligen Überzug. Dann mache es dir bequem und lass dich wärmen, da wo du es gerade am meisten brauchst.
Wenn du eine Badewanne daheim hast, dann nimm ein warmes Bad mit so 36 Grad Celsius. Füge ein Badesalz zu, dessen Duft dir behagt. Stelle rundherum ein paar Kerzen auf, zünde diese an. Nimm dir eine Wellness Auszeit!
Wenn du „nur“ eine Dusche zur Verfügung hast, so kannst du einfach warmes Wasser über dich laufen lassen. Stehend oder sitzend spürst du wie Wasserperlen um Wasserperlen deinen Körper hinabfließen. Dieses sensorische Gefühl kann dir helfen, auch mental etwas loszulassen. Von meiner früheren Tai-Chi-Lehrerin bekam ich den Tipp, dass man mit einer relativ sehr warmen Dusche, auch „Fremdenergien“ oder einfach was einem zu viel war, abbrausen kann.
Genuss:
Mach dir einen warmen Tee oder eine heiße Schokolade. Was auch wunderbar wäre, wenn du echten „Zeremonienkakau“ zu Hause hättest. Das ist unbehandelte Schokolade ohne Zucker, welche als Block oder in kleine Spänen erhältlich ist. Dann mache es dir bequem und genieße langsam und in vollen Zügen dein Getränk!
Bereite dir selbst deine Lieblingsspeise zu. Was auch immer das ist - lass jegliche Bewertung weg. Dann lass alles auf deiner Zunge schmelzen und feiere deine Geschmacksknospen.
Berührung:
Setze dich bequem auf einen Stuhl oder auf dein Sofa. Entspanne dich. Dann lasse deine Hände im Fluss der Meridiane über deinen Körper streichen. Lass dir Zeit dabei! Spüre! Beobachte wie du wieder deinen Körper spüren kannst. Beobachte wie sich dein Atem in deinem Körper ausdehnt. Diese Übung ist ein Tipp von meiner Freundin Rosa, die Atempädagogin ist. Mir ist durch das Üben in ihrer Atemstunde erst wieder bewusst geworden, wie nährend es ist bei sich selbst anzukommen.
Tipp für die Streichrichtung: Lege deine linke Hand auf den Handrücken der rechten Hand und streiche über deinen Arm nach oben zum Nacken und dann zur Mitte deines Brustbeines und Magen. Wiederhole dies ein paar Mal. Wechsle dann, sodass die rechte Hand auf dem Handrücken der linken Hand liegt. Streiche nach oben.
Streiche mit beiden Händen über dein Gesicht nach oben zum Hinterkopf und über den Nacken wieder zu deinem Herzen. Wiederhole diese gerne, spüre, atme sanft.
Nun lege beide Hände auf deinen Rücken, ungefähr da, wo die Nieren sind. Spüre deine warmen Hände. Streiche dann seitlich nach unten - an den Beinaußenseiten zu den Fußkanten, beuge dich dabei nach vorne und lasse deinen Kopf hängen. Streiche über den Fußrücken und fahre jetzt an der Innenseite der Beine wieder nach oben und streiche bei den Leisten nach außen. Lege deine Hände wieder auf deine Nieren am Rücken. Spüre, atme. Wiederhole dies gerne noch ein paar Mal.
Tipp: Für den Meridianverlauf gibt es eine Eselsbrücke zum Merken. Stell dir ein Männchen vor, welches steht und die Arme nach oben streckt. An der Körpervorderseite verlaufen die Meridiane von den Füßen nach oben und an der Arminnenseite zu den Fingern. An der Körperrückseite verlaufen die Meridiane vom Handrücken über den Rücken und den Beinrückseiten bzw. Beinaußenseiten zu den Fußaußenkanten. Dieses Bild hilft mir, die Flussrichtung zu merken. Information: Es gibt zwei Meridiane, die eine Ausnahme bilden. Der Magenmeridian verläuft von den Wangen an der Körperseite nach unten. Das Lenkergefäß auf der Wirbelsäule geht vom Steißbein nach oben über den Kopf zum Grübchen über der Oberlippe.
Licht und frische Luft:
Öffne ein Fenster und lasse frische Luft herein. Atme tief und mache eine Übung aus dem Lachyoga. Klatsche in die Hände, sage dabei „Sehr gut, sehr gut“. Strecke beide Arme nach oben und rufe „Yeah!“. Allein diese Körperhaltung signalisiert dem Körper Freude.
- Stelle dich auf deinen Balkon und lass einfach die warme Mittagssonne auf dich scheinen.
- Mache einen kleinen Spaziergang um deinen Häuserblock.
- Kauf dir eine gute „Lichttherapielampe“ und beleuchte dich damit.
Natur:
Wenn es zu schneien beginnt, leuchtet mein Herz auf! Ich werde ganz still und ruhig. Ich liebe es vom Fenster aus, den Schneeflocken zuzuschauen. Noch schöner ist es, durch den knirschenden, frischen Schnee zu stapfen. Ja, diese Möglichkeit haben wir nur ab und zu.
Ein Spaziergang im Wald. Es duftet nach Tannen, Holz und ich höre den Wind und Vogelgezwitscher. Da atme ich auf und werde auch ganz ruhig und entspannt. Ein Waldspaziergang geht bei fast jedem Wetter.
Mit der Seilbahn nach oben auf die Berge fahren. Oder selbst nach oben wandern. Das beflügelt den Geist, der Blick ringsherum wird weit. Ich zitiere Reinhold Mey„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos ein. Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man - blieben darunter verborgen und dann - würde, was uns groß und wichtig erscheint - plötzlich nichtig und klein.“














