Wie ich aufgehört habe, Yogastunden zu kopieren - und angefangen habe mir zu vertrauen

Waltraud Fröhlich • 6. Mai 2026
Herkunft der Atemtypen-Lehre


Die Lehre der
Atemtypen geht auf Erich Wilk zurück. Im vergangenen Jahrhundert beobachtete er, dass Menschen selbst bei derselben Aufgabe völlig unterschiedlich funktionieren.

Als Musiker fiel ihm auf, dass mehrere Geiger den Bogen verschieden hielten – und dennoch einen schönen Ton erzeugten. Später bemerkte er unter extremen Bedingungen, wie unterschiedlich Menschen auf Hitze, Belastung und Stress reagierten.

Aus diesen Beobachtungen entwickelte er ein Modell menschlicher Konstitution: die Lehre der Atemtypen. Seine Nachfolger verfeinerten diesen Ansatz später mit Bewegungsübungen und Ernährungsempfehlungen.



Meine Begegnung mit den Atemtypen


Ich selbst begegnete diesem Thema im Jahr 2014 während meiner Ausbildung zur Yogalehrerin. In einer Bücherei fiel mir ein Buch von Anna Trökes in die Hände.

Darin beschrieb sie etwas, das mich sofort berührte: Warum fühlen wir uns bei manchen Yogalehrern getragen – und bei anderen eng, unwohl oder erschöpft?

Sie verband diese Erfahrung mit den Atemtypen und zeigte Asanas in zwei unterschiedlichen Ausführungen:
lunar und solar.

Das faszinierte mich. Ich begann, mich intensiv damit zu beschäftigen und das Gelernte in meinen eigenen Stunden zu beobachten.



Mein eigener Atemtyp: lunar

Mit der Zeit wurde mir klar: Ich selbst bin ein lunarer Atemtyp.

Das veränderte meinen Unterricht spürbar.

Ich muss keine komplette Stunde mehr bis ins Detail vorbereiten. Ich komme mit einer Grundidee in den Raum, mit meinem Erfahrungsschatz an Asanas und Sequenzen – und dann beginne ich zu spüren.

Wie ist die Gruppe heute?
Braucht sie Erdung? Bewegung? Ruhe? Öffnung?

Während ich anleite, entstehen oft schon die nächsten Schritte vor meinem inneren Auge. Eine Übung führt zur nächsten. Die Stunde entwickelt sich lebendig aus dem Moment heraus.

Das spart mir Vorbereitungszeit. Vor allem aber schenkt es mir Vertrauen.



Wirkung im Unterricht


Auch meine Teilnehmerinnen zeigen mir, dass dieser Weg stimmig ist. Sie sagen mir, dass sie sich individuell abgeholt fühlen, gesehen und passend begleitet. Und ich selbst gehe oft mit Freude und innerer Ruhe aus dem Raum.

Ich kenne auch das Gegenteil.

Wenn ich versuche, ein fremdes Stundenkonzept exakt nachzumachen, fühlt sich mein Unterrichten enger an. Die Stunde mag äußerlich gut sein – innerlich fehlt mir etwas. Ich gehe dann oft weniger erfüllt nach Hause.



Warum die Atemtypen im Yoga wichtig sind


Genau darin liegt für mich der Wert dieses Wissens: Es hilft uns, nicht ständig gegen die eigene Natur zu arbeiten.

Neben lunar und solar beschreibt die Atemtyp-Lehre auch Mischformen, etwa den sogenannten Erdatmer. Diese Menschen wirken oft flexibler und wechseln leichter zwischen Struktur und Intuition.

Sie brauchen das Modell manchmal weniger – profitieren aber dennoch von Selbsterkenntnis.



Kein Atemtyp ist besser als der andere


Wichtig ist: Kein Atemtyp ist besser als der andere.

Solare Yogalehrer blühen oft auf, wenn sie ihre Stunde vorbereiten, einen klaren Ablauf haben und aus dieser Struktur heraus sicher führen.

Lunare Yogalehrer blühen oft auf, wenn sie mit einem inneren Rahmen kommen und sich dann von der Gruppenenergie leiten lassen.

Beide Wege können wunderbare Yogastunden hervorbringen.



Der entscheidende Unterschied


Mein Eindruck nach vielen Jahren ist einfach:

Höre auf andere Stile zu kopieren und erkenne deinen eigenen Rhythmus - so wird das Unterrichten viel leichter.

Wenn du intuitiv führst, zwing dich nicht in starre Stundenbilder.
Wenn du Klarheit brauchst, plane ohne schlechtes Gewissen.



Ruhe durch Selbsterkenntnis

Und wenn du deinen Atemtyp kennst, entsteht oft etwas sehr Wertvolles: Ruhe.



Weitere Informationen gibt es in meinem Buch:

„Unterrichte Yoga so, wie du atmest. 
Atemtypen verstehen und Yogastunden leichter planen.
“
Buchcover mit einer Bronzeskulptur einer sitzenden Figur und blauem Titelbanner.
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Waltraud Fröhlich verbindet Yoga, Atemwissen, Energiearbeit, natürliche Rhythmen und kreative Gestaltung.
Sie formt diese Themen zu einfachen Übungen und Werkzeugen.
Sie bringt Menschen zur inneren Ruhe, mehr Lebensfreude und besserer Selbstwahrnehmung.

Webseite: walli.tirol

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Vor zwanzig Jahren habe ich eine kinesiologische Ausbildung - Hyperton X - gemacht. Da haben wir das chinesische Meridiansystem gelernt. Welche Muskelgruppen zu welchem Meridian gehören, welche Emotionen dahinter stehen können und wie der Körper über den Muskeltest befragt werden kann. Dabei wurde uns auch die Meridianuhr gezeigt. Die Meridianuhr bildet alle zwölf Meridiane ab und gibt jedem Meridian ein Zeitfenster von zwei Stunden. Das beginnt in der Früh um sieben Uhr mit dem Magenmeridian, um neun Uhr folgt der Milzmeridian usw. Damals hatte ich folgende Frage zur Meridianuhr. Wie werden denn die Zeiten bei der Sommerzeit bzw. Winterzeitumstellung zugordnet? Dieses Frage wurde vom Lehrer nicht beantwortet und seitdem mache ich mir immer wieder Gedanken darüber. 
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Ich bin fasziniert, welche Begegnungen mit Menschen mich in meinem Leben geführt haben! In der Reflexion darüber habe ich ein neurografisches Bild gemalt, auf dem jeder Mensch wie ein Knotenpunkt in meinem Leben wirkt. Inspiriert zu diesem Artikel hat mich die Blogparade von Klio – Personal Witch & Business Mentorin. Hier kannst du ihren Blogbeitrag lesen . Mein Weg zum Yoga Am Spielplatz mit meiner ersten Tochter habe ich eine Familie mit gleichaltrigen Kindern kennengelernt. Eine Freundschaft hat sich entwickelt. Dann war das Thema, dass wir Mütter in einen Gymnastikkurs gehen sollten. Gemeinsam gingen wir dann zur Yogastunde, mit dem Effekt, dass dies mein Leben beeinflusst hat. Meine Freundin war drei Mal in der Yogastunde, ich blieb dabei und war meiner damaligen Yogalehrerin treu ergeben. Denn diese 90 Minuten in der Woche gaben mir Ruhe, Kraft und Entspannung. Einen Effekt, den ich sonst nur von kinesiologischen Sitzungen kannte. Als meine erste Yogalehrerin für ein Jahr nach Indien ging, war ich sozusagen „lehrerlos“. Nächste Stufe: die Yogalehrerausbildung Meine andere Freundin, die ich in der Kinderkrippe kennengelernt hatte, stellte mir meine zweite Yogalehrerin vor. Und diese Freundin erzählte mir auch, dass sie genau bei dieser Yogalehrerin die Yogalehrerausbildung machen würde. Ich war berührt und kam ins Grübeln, ob diese Ausbildung auch etwas für mich wäre. Nach einem Monat Nachdenken meldete ich mich auch an. Die Yogalehrerausbildung ging über ein Jahr mit Wochenendblöcken. Für eine Intensivwoche ging es sogar auf die griechische Insel Korfu. Im Yogastudio gab es dann einen Leiterwechsel. Ich bot an, dass ich die beiden grafisch unterstützen könnte, und konnte selbst die Donnerstags-Yogastunde übernehmen. Nächste Stufe: Meine eigene Yogagruppe Dann kam die Coronazeit und dieses Yogastudio schloss seine Türen. Bei einem Spaziergang entdeckte ich bei mir um die Ecke ein Zentrum, das von der Stadt für Nachbarschaftsbegegnungen neu geöffnet hatte. Jetzt unterrichte ich wöchentlich freitags in diesem Stadtteilzentrum. Jedes Mal nach der Yogastunde bin ich so erfüllt und glücklich. Vielleicht denkst du jetzt: Ja, das ist ja schön. Ein Blick in meine Schulzeit verrät allerdings, dass ich mich als Kind sehr schwer im Turnunterricht getan habe. Wenn mir eine Fee gesagt hätte: „Später, wenn du erwachsen bist, wirst du eine Yogalehrerin sein“, hätte ich das damals niemals glauben können. Mein Warum als Yogalehrerin ist, weiterzugeben, dass du für Yoga nicht dünn und nicht sportlich sein und weder den Spagat noch den Kopfstand können musst. Denn für mich geht es im Yoga darum, den eigenen Körper zu spüren, ihn sanft zu dehnen, ihn gezielt zu kräftigen und den Kopf leer zu bekommen. Unterrichte Yoga so, wie du atmest Während meiner damaligen Ausbildung zur Yogalehrerin bin ich durch ein Buch auf das Thema der Atemtypen gestoßen. In dieses Thema habe ich mich hineingefuchst, viel darüber gelesen, es selbst an mir getestet und dann meine Mitmenschen beobachtet. Für die Ermittlung des Atemtyps schaue ich mir das Geburtsdatum an. Denn ich möchte wissen, welche Jahreszeit und welcher Sonnenstand damals waren und welcher Mondzyklus geherrscht hatte. Die Werte von Sonne und Mond vergleiche ich und kann dann den Atemtyp bestimmen. Das Wissen um die Atemtypen setze ich auch in meinen Yogastunden ein. Ich kenne von allen meinen Schülern deren Atemtyp. Ich sage dazu gerne „Sonnenkinder und Mondkinder“. Während der Stunde gebe ich kleine Tipps, die den eigenen Atemtyp unterstützen. Das kann zum Beispiel die Handhaltung im herabschauenden Hund sein. Als ich die KI mit diesen Details gefüttert habe, kam folgende Infografik heraus: :-) :-) :-)
von Waltraud Fröhlich • 24. Juli 2026
Das Sternzeichen Löwe ist in den Monaten Juli und August aktiv und wird dem Element Feuer zugeordnet. Wir genießen den Höhepunkt des Sommers. Da ist diese doppelte Acht am 8. August – kraftvoll und symbolträchtig. Totale Sonnenfinsternis Am 12. August 2026 haben wir um 19:36 Uhr Neumond im Löwen und zugleich eine totale Sonnenfinsternis, die in Grönland, Island und Teilen von Spanien beobachtet werden kann. Ich selbst habe 1999 die Sonnenfinsternis in Bayern angeschaut. Ich kann mich noch sehr gut an dieses spannende Gefühl erinnern, wenn rundherum die Dämmerung herabsinkt, die Sonne komplett verschwunden ist und einige Sterne zu funkeln beginnen. Dieses Erlebnis hat mich sehr beeindruckt. Auf Time-and-Date gibt es dazu eine aktuelle Landkarte . Podcast-Empfehlung Mit Denise Sonderegger habe ich über die Mondzyklen gesprochen – wir haben gemeinsam eine Podcast-Folge aufgenommen. Hier kannst du dir die Folge anhören . Dieser Link führt dich auf YouTube! Die doppelte Acht: Symbol der Unendlichkeit Die Zahl Acht symbolisiert die Unendlichkeit – ein permanentes Auf und Ab im Leben, das Wiederkehren aller Jahreszeiten und Zyklen. Energetische Beziehungsarbeit mit der Acht Mit der liegenden Acht kannst du auch energetische Balance in deine Beziehungen bringen – besonders hilfreich, wenn Spannungen bestehen. So geht die Visualisierung: Stell dir eine liegende Acht vor. Du stehst im einen Kreis, dein Gegenüber im anderen. Beide sollen gleich viel Raum bekommen – vergrößere die Acht bei Bedarf. Atme entspannt, entspanne deinen Körper. Nun färbe die Acht in deinem inneren Bild in goldene und hellblaue Töne. Stelle dir vor, wie aus der Acht eine schimmernde Wand aufsteigt, die euch beide schützt. Der Mittelpunkt der Acht bildet die Verbindung zwischen euch. Verweile in dieser Visualisierung, solange es dir guttut. Dann lass das Bild verblassen, schüttle deine Schultern und deinen Körper gut aus. Atme tief durch und komme ins Hier und Jetzt zurück. Hier ist eine Anleitung für dich . Dieser Link führt auf YouTube. Sonnenrad mit acht Speichen Auch das Sonnenrad, welches ich weiterentwickelt habe, besteht aus acht Speichen. Im Gespräch mit Denise haben wir unsere Erfahrungen damit geschildert. Wenn du darüber mehr wissen möchtest, dann schaue bei mir auf folgender Seite vorbei: Sonnenrad Analemma: Die Lemniskate der Sonne „Analemma“ ist der Begriff für ein Bild, das entsteht, wenn man über ein ganzes Jahr hinweg täglich zur selben Uhrzeit ein Foto der Sonne macht. Legt man diese Bilder übereinander, ergibt sich eine Acht – eine himmlische Lemniskate. Hier kannst du mehr darüber lesen: Link zu Starwalk . Und Robert Quimby zeigt, wie er ein VAnalemma Video gemacht hat. Dieser Link führt auf YouTube Am Sternenhimmel: Finde Sirius Das Löwentor steht auch in Verbindung mit dem Sternbild „Großer Hund“, insbesondere mit dessen hellstem Stern: Sirius. So findest du ihn am Himmel: Suche zuerst den Gürtel des Orion – das sind drei relativ helle Sterne, die eine fast gerade Linie bilden. Besonders im Winter ist dieses Sternbild gut sichtbar. Von diesen drei Sternen aus ziehe eine gedachte Linie nach Osten, etwa achtmal so lang wie der Gürtel selbst – dort findest du Sirius. Noch einfacher geht es mit einer Sternen-App: Ich nutze „SkyView Free“. Zur Kalibrierung bewegst du dein Handy in einer Achterbewegung, bis das Gerät korrekt nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet ist. Ein Kompassstern zeigt dir die Ausrichtung. Wundere dich nicht, wenn du dabei sphärische Klänge hörst – die App hat einen kosmischen Sound im Hintergrund. Element Feuer in der TCM und im Yoga Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird der Sommer dem Element Feuer zugeordnet. Die Meridiane, die dem Element Feuer zugeordnet sind, sind der Funktionskreis 3-fach-Erwärmer, Funktionskreis Kreislauf-Sexus und der Organfunktionskreis Herzmeridian und Dünndarmmeridian. Diese letzten beiden Meridiane befinden sich an den Armen und alle Yogaübungen und Dehnungen der Arme tun jetzt besonders gut! Ein Beispiel sind die Adlerarme aus dem Yoga: Strecke beide Arme nach vorne. Ein Arm ist höher als der andere. Dann kreuze die Arme und schmiege die Unterarme ineinander. Wenn es dir möglich ist, kannst du den Daumen an deiner Stirn ablegen. Wichtig ist es, trotzdem die Schultern zu entspannen. Bleibe ein paar Atemzüge in dieser Haltung und wiederhole dasselbe einfach andersherum. 
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